STEI Intersindical, eine klassenbewusste Gewerkschaft des Bildungssektors auf den Balearen

STEI Intersindical, eine klassenbewusste Gewerkschaft des Bildungssektors auf den Balearen


Die STEI Intersindical (Gewerkschaft Intersindical der Arbeiter und Arbeiterinnen der Balearen) hat ihren Ursprung im Laufe des Jahres 1977, in den Einheitsbewegungen der Arbeiter und Arbeiterinnen des Bildungswesens, die am Ende des Franco-Regimes organisierten. Das Projekt sollte eine einheitliche Gewerkschaftsbewegung der Mehrheit der Beschäftigten im Bildungsswesens konzentrieren und sich aus den progressiven Positionen aufbauen.

Dieses Modell brach mit der Professionalität und dem Korporatismus der alten vertikalen Gewerkschaft und versuchte, das Bildungssystem in allen Bereichen sowohl inhaltlich als auch strukturell und operativ zu demokratisieren. Eine Gewerkschaft, die alle Arbeiter und Arbeiterinnen der Bildung, des Lehrens und des Nicht-Lehrens, verteidigt.

Der 1. Kongress fand am 1. Dezember 1978 statt. STEI Intersindical legt ihre charakteristischen Merkmale als unabhängige, einheitliche, klassenorientierte, versammlungsbasierende, bestimmende, gesellschaftspolitische, unparteiische und konföderale Gewerkschaftsorganisation fest. Sie verteidigte ein Bildungsmodell als öffentlichen Dienst mit einer klaren Funktion zur Förderung sozialer Gleichheit und dem Erhalt der Umwelt, universell, ausgerichtet an den spezifischen kulturellen, sprachlichen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten unserer Gemeinschaft, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Prozess der sprachlichen Normalisierung.

Auf dem 2. Kongress im November 1988 wurde das Schulmodell als Schule im Dienst unseres Volkes, einer nationalen Schule, bestätigt. Das Erreichen eines Bildungstransfers war eine notwendige Bedingung, welches nicht ausreichend im Schulmodell vorhanden war, weshalb die Ausrichtng beschrieben wurde: Eine nationale Schule, die unsere Kultur und Sprache normalisiert; eine einzige Körperschaft von LehrerInnen; ein nicht-hierarchischer Unterricht; eine Verbesserung der wirtschaftlichen, arbeits- und sozialpolitischen Bedingungen der Beschäftigten des Bildungswesens; eine Demokratisierung der Bildungszentren; eine Reform des LODE, die sich vor allem in auf die privaten Zentren konzentriert; für die Ausarbeitung einer Verordnung über die Elemente der Bildungsteilnahme; für Schulräte; für eine Anpassung der Reform an unsere kulturellen und sprachlichen Eigenschaften.

Der 4. Kongress fand im Mai 1993 unter dem Motto „Die Bildung unseres Volkes, Werkzeuge für die Zukunft“ statt. Dort wurde das Schulmodell neu definiert als frei, unabhängig, demokratisch, pluralistisch und mit einer säkulare Ideologie, Die Forderung einer freien öffentliche Bildung von Geburt an und auf allen Ebenen wurde aufgestellt, obligatorisch von 3 bis 18 Jahren.

Auf dem 5. Kongress wurde 1996 wurde der Vorschlag zur Öffnung unserer Gewerkschaft für andere Arbeitssektoren im Hinblick auf die Stärkung einer gewerkschaftlichen Praxis angenommen, um eine gewerkschaftliche Praxis durchzusetzen, die Beteiligung und Konsultation zur Grundlage ihres Handelns macht.

Die Aufnahme der STIB in die STEI Intersindical wurde im Mai 2004 auf dem 7. Kongress beschlossen.

Der 10. Kongress, der in Santa Maria del Camí unter dem Motto "Kein Schritt zurück" stattfand, beinhaltete die Namensänderung der STEI, die fortan den Namen "Sindicat de Trabajadores y Trabajadores Intersindical de les Islas Baleares" trägt.


STEI Intersindical definiert ihre Merkmale als


a) Einheitlich, offen für alle Arbeitnehmer und alle Arbeitnehmerinnen ohne jegliche Diskriminierung, unter Achtung der ideologischen Pluralität ihrer Mitgliedsorganisationen und ihrer Tochtergesellschaften.

b) Demokratisch in ihrer Organisation und Funktion durch die freie Wahlrecht der Mitgliedsorganisationen und der Repräsentanten, entweder persönlich oder durch Delegierte, die Existenz von Meinungsströmen innerhalb ihrer inneren Sphäre akzeptierend.

c) Die Beteiligung der Arbeitnehmer und der Arbeitnehmerinnen in Versammlungen zu förderen. Im Hinblick auf ihre interne Funktion kann die Vereinigung eine Aktion oder Alternative zu den allgemeinen oder sektoralen Versammlungen vorschlagen und entscheiden, vorausgesetzt, dass sie die in den Statuten dargelegten Prinzipien einhalten.

d) Selbständig, sowohl strukturell wie funktional und wirtschaftlich durch Eigenfinanzierung und eigene Führungs- und Vertretungsorgane. Unabhängig, sowohl vom Staat und von den Verwaltungen als auch von den politischen Parteien, den religiösen Institutionen und der Wirtschaft.

e) National, die sich für die vollständige Ausübung der Selbstverwaltung einsetzt und das Recht auf Selbstbestimmung der Balearen im Hinblick auf die Verwirklichung der vollen nationalen Souveränität geltend machen will, indem es die vollständige Rechtfertigung und Erweiterung der katalanischen Sprache als wesentliches Element für die Verbesserung der Arbeiterklasse der Inseln bewertet.

f) Klassenbewusst mit der Inanspruchnahme der arbeitsrechtlichen und sozialen Interessenvertretung der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zur Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen durch Verhandlungen und der Mobilisierung und der Ausübung des Streikrechts.

g) Gesellschaftspolitisch, weil sie neben der Forderung nach Verbesserung der Arbeitsbedingungen auch die Verteidigung der politischen und sozialen Fragen, die die Arbeiterklasse betreffen, voraussetzt, indem sie die Herstellung der breitesten Beziehungen zu allen populären Sektoren im Hinblick auf die Unterdrückung jeglicher Diskriminierung oder Ausbeutung vollständig stärkt. Eine Gesellschaft aufbauend ohne Unterdrücker oder unterdrückte Menschen. Die Herstellung engerer Beziehungen zu den Gewerkschaften und sozialen Bewegungen fordernd, die für die Emanzipation der Arbeiterklasse und der unterdrückten Menschen kämpfen.

h) Für eine Ökologie, die im Rahmen des Aufbaus einer nachhaltigen Gesellschaft die Einsparung von Ressourcen und Gerechtigkeit bei der Verteilung einsteht. Den Schutz der biologischen Vielfalt und den Schutz und die Verbesserung der Umweltqualität befürwortend, womit konsequent die Umweltbildung in allen Bereichen gefördert wird.

i) Internationalisierung und Solidarität, die Demokratisierung zwischen Staaten, Nationen und Völkern befürwortend, um eine gerechtere, ausgewogenere und solidarischere Welt zu erreichen. Sie arbeitet mit anderen Gewerkschaften, sozialen und politischen Organisationen der Welt zusammen, die die Überwindung der Klassengesellschaft und die Verwirklichung eines auf Gerechtigkeit, Gleichheit und Solidarität basierenden universellen Friedens zum Ziel haben.

j) Integrierend, weil nicht aufgrund von Geschlecht, Rasse, Sprache, Religion, nationaler oder sozialer Herkunft, Ideologie oder Kultur diskriminiert wird und weil es die aktive Beteiligung aller Arbeitnehmer erleichtert.

k) Feministisch, weil sie die Erreichung der arbeitsrechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Gleichstellung der Frauen zum Ziel hat.