LAB - Gewerkschaft zur "Befreiung der baskischen Arbeiterklasse"
LAB - Gewerkschaft zur "Befreiung der baskischen Arbeiterklasse"
Die Langile Abtertzaleen Batzordeak (LAB) ist eine
sozialistisch orientierte Organisation innerhalb der baskischen
Gewerkschaftsbewegung. Sie gilt als nationalistisch-revolutionär und ist Teil
der Abertzale-Linken.
Gegründet wurde die LAB wurde 1974 als Massenorganisation
der nationalistisch-sozialistischen baskischen Arbeiterkräfte. Die Gründung ist
das Ergebnis einer Zusammenarbeit Vereinigung der Comisiones Obreras
Representativas (COR) und der Comisiones Obreras Abertzales (COA). Unter den
LAB-Gründern sind die bekannten abertzale Führungspersönlichkeiten Jon
Idigoras, Xabier Elorriaga, Joselu Cercada sowie Martin Auzmendi.
Als Gründungsprinzip galt die „Befreiung des baskischen
Arbeiterklasse“.
Im Jahr 1977, durch Beschluss der Nationalversammlung, ging LAB von
einer Versammlungsbewegung zu einer Gewerkschaft über, die zu ihrer
Registrierung und Legalisierung in den entsprechenden Registern führte.
Am 9. April 1995 begann die LAB mit der PNV-nahen
Gewerkschaft Eusko Langileen Alkartasuna (ELA) zusammenzuarbeiten. Erste
Forderungen sind gewerkschaftlich organisierte Arbeitsbeziehungen zwischen
baskischen Arbeitern und spanischen Unternehmen. Zudem forderten die beiden
Gewerkschaften die Selbstbestimmung der baskischen Arbeiterbewegung, Ende der
spanischen Repression und Verhandlungen mit der ETA. 1997 brach die Beziehung
zwischen den beiden Gewerkschaften ab, da die LAB sich weigerte, die Morde der
ETA offiziell zu verurteilen.
Hauptsächlich im spanischen Baskenland und Navarra präsent, dehnte die Gewerkschaft nach Beschluss auf
ihren Kongress 2000 in Donostia ihre Gewerkschaftstätigkeit auf das französische Baskenland aus.
In den frühen Jahren des 21. Jahrhunderts verstärkte die LAB
ihre Beziehungen zu anderen baskischen Gewerkschaften. So beteiligt sich der Abertzale-Arbeiterbund
mit den Gruppen ELA, STEE-EILAS, EHNE und Hiru an einem gemeinsamen
Gewerkschaftsprojekt, welches oft als Mehrheitsgewerkschaft der Basken
bezeichnet wird, gemeinsame Forderungen formuliert sowie gemeinsamen Aktionen,
Proteste, Straßendemonstrationen und Generalstreiks organisiert.
Nach dem Verbot von Segi im Jahr 2002 und Batasuna im Jahr 2003 war die LAB sechs Jahre lang (bis zur Gründung der Partei
Bildu) die einzige größere legale Organisation der baskischen Abertzale-Bewegung.
Von 2009 bis 2012 änderte sich diese Situation mit dem
Erscheinen der politischen Formationen Bildu, die größtenteils aus Mitgliedern
der Batasuna besteht, und Sortu.
Die LAB wird seit ihrer Gründung vom Obersten Gerichtshof in
Spanien als „radikal“ betrachtet. 2003 wurden Teile der Gewerkschaft als
ETA-nah und „militant gewalttätig“ bezeichnet. Ein Versuch, die LAB für illegal
zu erklären, wurde vom Verfassungsgericht unter Bedenken des 22. Artikel
der Verfassung des Köngireichs Spaniens,
das Vereinsrecht
sowie Freiheit der Gewerkschaften und Parteien verspricht, abgelehnt.
Die LAB hat heute etwa 45.000 Mitglieder und mehr als 3300
Gewerkschaftsvertreter.
Februar 2003 - "Spürbarer Widerwille - Starre Fronten im baskischen Konflikt" von Raul Zelik
November 2006 - Interview von Raul Zelik mit Interview mit den Gewerkschaftern Benito Uterga und Mikel Ansa von der baskischen Linksgewerkschaft LAB
unbekannt - Spanien/Baskenland: Gewerkschaften beschleunigen Verhandlungsprozess Streiken für doppelte Befreiung
Oktober 2009 - Politische Verhaftungen im Gewerkschaftshaus
Mai 2010 - Es geht auch anders: Die Klassengewerkschaft
Februar 2011 - Die starke Gegenmacht von unten
Januar 2015 - Spanische Polizei verhaftet Anwälte und andere Personen im Baskenland
August 2015 - "Wir wurden sozial um Jahrzehnte zurückgeworfen" - Gespräch von Raoul Rigault mit Igor Arroyo
August 2015 - Baskische Gewerkschaft LAB gegen die spanische Regierung, gegen die baskische Oligarchie – und gegen die staatstragenden Gewerkschaften
April 2017 - Zu Gast bei der baskischen Gewerkschaft LAB
LAB sindikatu
Artikel auf Deutsch:Februar 2003 - "Spürbarer Widerwille - Starre Fronten im baskischen Konflikt" von Raul Zelik
November 2006 - Interview von Raul Zelik mit Interview mit den Gewerkschaftern Benito Uterga und Mikel Ansa von der baskischen Linksgewerkschaft LAB
unbekannt - Spanien/Baskenland: Gewerkschaften beschleunigen Verhandlungsprozess Streiken für doppelte Befreiung
Oktober 2009 - Politische Verhaftungen im Gewerkschaftshaus
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Januar 2015 - Spanische Polizei verhaftet Anwälte und andere Personen im Baskenland
August 2015 - "Wir wurden sozial um Jahrzehnte zurückgeworfen" - Gespräch von Raoul Rigault mit Igor Arroyo
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